Die Gemeinde Sa Pobla auf Mallorca schwitzte am vergangenen Dienstag (21.07.2026) unter einer außergewöhnlichen Hitze. Die gefühlte Temperatur erreichte dort laut Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet 51,1 °C. Dabei lag die gemessene Höchsttemperatur bei 36,9 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent, was das Hitzegefühl enorm verstärkte.
Auch in anderen Teilen Mallorcas, zum Beispiel in Campos, war es extrem heiß. Dort kletterte die gefühlte Temperatur auf 48 °C, obwohl die Luftfeuchtigkeit etwas niedriger war. Seit dem 18. Juli befindet sich die Insel in der dritten Hitzewelle des Jahres, die voraussichtlich am 24. Juli enden wird.
Besonders bemerkenswert war die Nacht vom 20. Juli in Palma, die als die heißeste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt. Die Temperatur fiel nicht unter 27,7 °C, begleitet von einer Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent. Experten warnen, dass solche Nächte das Einschlafen erschweren und die Belastung durch die Hitze erhöhen.
Obwohl die gefühlten Temperaturen bereits über 50 °C liegen, halten Experten es für unwahrscheinlich, dass die gemessenen Höchstwerte diese Marke erreichen. Dennoch warnt der ehemalige Aemet-Vertreter Agustín Jansà, dass Mallorca in Zukunft bei anhaltendem Klimawandel durchaus Temperaturen von 50 °C oder mehr an einzelnen Orten erleben könnte. Die Wahrscheinlichkeit extremer Hitzeereignisse steigt mit zunehmender Erderwärmung und der Konzentration von Treibhausgasen.
Forschende sprechen bereits von einer „chronischen Hitze“, bei der nicht nur die Häufigkeit von Hitzewellen steigt, sondern auch die Anzahl der Tage und Nächte mit sehr hohen Temperaturen zunimmt. Diese Entwicklung stellt eine neue Realität dar, die den Sommer über lange Zeiträume prägen wird und Herausforderungen für Gesundheit und Lebensqualität mit sich bringt.
Quelle: Agenturen




